Was ist der Unterschied zwischen DoFollow und NoFollow Backlinks?

DoFollow-Backlinks übertragen PageRank und gelten als direkte Ranking-Signale für Google. NoFollow-Backlinks signalisieren, dass die verlinkende Seite keine Empfehlung ausspricht — sie übertragen seit 2019 nur noch indirekt Authority. Beide Typen sind für ein natürlich wirkendes Linkprofil notwendig.

Was ist ein DoFollow-Backlink?

Ein DoFollow-Backlink ist ein Standard-Hyperlink ohne spezielles rel-Attribut. Im HTML-Code besteht er aus <a href="...">Linktext</a> und überträgt vollen PageRank von der Quell- zur Zielseite. DoFollow-Links sind 2026 weiterhin die wichtigste Backlink-Form für direkte Ranking-Effekte.

Vier Eigenschaften, die DoFollow-Backlinks technisch definieren:

  1. Kein rel-Attribut. Standard-Links ohne Modifikator gelten automatisch als DoFollow. Es gibt kein explizites rel="dofollow" — das wäre redundant.
  2. PageRank-Transfer. Der Link überträgt einen Bruchteil der Authority der Quell-Domain auf die Ziel-Seite. Je höher das Domain Rating der Quelle, desto stärker der Transfer.
  3. Volle Crawl-Verfolgung. Google folgt dem Link aktiv und crawlt die verlinkte Seite. Das beschleunigt die Indexierung neuer Inhalte.
  4. Voller Anchor-Text-Effekt. Der gewählte Anchor-Text wirkt als Ranking-Signal für die entsprechenden Keywords der Zielseite.

DoFollow-Backlinks sind das Hauptziel kommerzieller Linkbuilding-Strategien. Wer einen Backlink über einen Marketplace kauft, erhält in der Regel DoFollow — sofern der Vertrag nichts anderes vorschreibt.

Was ist ein NoFollow-Backlink?

Ein NoFollow-Backlink trägt das Attribut rel="nofollow" im HTML-Code und signalisiert Suchmaschinen, dass die verlinkende Seite die Zielseite nicht aktiv empfiehlt. Ursprünglich wurde NoFollow 2005 zur Spam-Bekämpfung eingeführt — heute ist es Teil eines differenzierten Hints-Systems.

Die typischen Einsatzgebiete für NoFollow-Links:

  • User-Generated-Content-Bereiche. Foren, Blog-Kommentare und Bewertungsportale setzen NoFollow standardmäßig, um Spam-Manipulation zu verhindern.
  • Bezahlte Werbung. Anzeigen und Affiliate-Links wurden früher mit NoFollow markiert — heute ist rel="sponsored" die korrekte Markierung.
  • Vorsichts-Verlinkungen. Wenn Redakteure auf Quellen verweisen, deren Inhalt sie nicht garantieren können, setzen sie häufig NoFollow.

NoFollow-Links übertragen seit 2019 dank der Hints-Logik nicht mehr kategorisch null PageRank. Google entscheidet algorithmisch, ob ein NoFollow-Link doch noch indirekt Ranking-Signal überträgt — abhängig von Kontext, Quell-Domain und Relevanz.

Welche weiteren rel-Attribute gibt es?

Neben DoFollow (kein Attribut) und NoFollow gibt es zwei weitere wichtige rel-Attribute: rel="sponsored" für bezahlte Links und rel="ugc" für User-Generated-Content. Beide wurden im September 2019 von Google eingeführt und ergänzen das ältere NoFollow-System.

Die vier rel-Typen im Überblick:

Attribut Verwendung Eingeführt Ranking-Signal
(kein) Standard, vertrauenswürdige Verlinkungen seit Beginn voll
nofollow Allgemeine Vorsicht, „kein Endorsement“ 2005 als Hint behandelt
sponsored Bezahlte Links, Werbung, Affiliate September 2019 als Hint behandelt
ugc User-Kommentare, Forum-Posts September 2019 als Hint behandelt

Mehrere Attribute lassen sich kombinieren — etwa rel="ugc sponsored" für einen bezahlten User-Kommentar. Google empfiehlt die spezifischste Variante zu nutzen, weil das für die algorithmische Bewertung mehr Kontext liefert.

Für den kommerziellen Linkkauf ist rel="sponsored" formal die korrekte Wahl. Wer den Spoke Ist der Kauf von Backlinks gegen die Google-Richtlinien? gelesen hat, kennt die Compliance-Hintergründe im Detail.

Wie hat sich die Behandlung dieser Attribute seit 2019 verändert?

Im September 2019 hat Google die Behandlung aller drei Link-Attribute (nofollow, sponsored, ugc) auf das Hints-Modell umgestellt. Bis dahin galt NoFollow als strikte Direktive — der Link wurde komplett ignoriert. Seither entscheidet Google algorithmisch pro Link, ob er trotz Kennzeichnung noch teilweise Signal überträgt.

Drei praktische Konsequenzen der Hints-Logik:

  1. Indirekter Ranking-Effekt möglich. Ein NoFollow-Link aus einer hochautoritativen, thematisch perfekt passenden Quelle kann auch 2026 messbare Ranking-Effekte erzeugen — wenn Google entscheidet, dass der Hint vertrauenswürdig ist.
  2. Crawling-Verhalten differenziert. Google kann gekennzeichnete Links weiterhin crawlen, um den Web-Graph aktuell zu halten — auch wenn der Link kein direktes Ranking-Signal übertragen sollte.
  3. Algorithmische Reaktionen kontextabhängig. Ein NoFollow-Link in einem Premium-Magazin-Artikel wird anders bewertet als der gleiche Link in einem Forum-Kommentar.

Die Hints-Logik bedeutet nicht, dass NoFollow-Links plötzlich gleichwertig zu DoFollow sind. DoFollow bleibt 2026 der Standard für direkten Ranking-Aufbau. Das Hints-Modell macht das System aber differenzierter und algorithmisch intelligenter.

Welche Verteilung ist im Linkprofil ideal?

Ein natürliches Linkprofil zeigt 2026 typisch 70 bis 85 Prozent DoFollow-Links und 15 bis 30 Prozent NoFollow- oder Sponsored-Links. Reine DoFollow-Profile wirken algorithmisch unnatürlich, weil organisch gewachsene Backlinks immer einen NoFollow-Anteil aus Foren, Kommentaren und Vorsichts-Verlinkungen enthalten.

Die empfohlene Verteilung im Detail:

  • DoFollow: 70 – 85 %. Hauptmasse aus redaktionellen Links, Gastartikeln und Brand-Mentions. Treibt das direkte Ranking.
  • NoFollow: 10 – 20 %. Aus organischen UGC-Quellen, Forum-Mentions, Bewertungsportalen.
  • Sponsored: 3 – 8 %. Aus bezahlten Werbe-Platzierungen und Affiliate-Links, korrekt gekennzeichnet.
  • UGC: 2 – 5 %. Aus User-Kommentaren, Q&A-Plattformen, Blog-Kommentaren.

Wer das Linkprofil 2026 aufbaut, sollte aktiv NoFollow-Quellen einbeziehen — auch wenn der direkte Ranking-Effekt geringer ist. Brand-Mentions auf reichweiten-starken Foren und Bewertungsportalen sind Trust-Signale, die SpamBrain als natürliches Muster erkennt. Wer den Spoke Wie viele Backlinks pro Monat sind empfehlenswert? vertieft, findet die passenden Velocity-Empfehlungen für beide Link-Typen.

Weiterführende Artikel zum Thema Backlinks

Häufige Fragen zu DoFollow und NoFollow

Wie erkenne ich, ob ein Link DoFollow oder NoFollow ist?

Im Browser über Rechtsklick auf den Link → „Element untersuchen“ zeigt der HTML-Code das rel-Attribut. Browser-Extensions wie „NoFollow“ oder die Ahrefs-Toolbar markieren NoFollow-Links automatisch mit roter Umrandung beim Surfen.

Sind NoFollow-Backlinks komplett wertlos?

Nein. Sie können indirekt Ranking-Signal übertragen (Hints-Modell seit 2019), bringen Direkt-Traffic und sind Teil eines natürlich wirkenden Linkprofils. Wer reine DoFollow-Profile aufbaut, riskiert algorithmische Auffälligkeit.

Was ist der Unterschied zwischen NoFollow und Sponsored?

Beide signalisieren Google, den Link nicht als endorsement zu werten. Sponsored ist die spezifischere Variante für bezahlte Links. Sponsored gibt Google mehr Kontext für die algorithmische Bewertung — bevorzugte Wahl bei kommerziellen Verlinkungen.

Können DoFollow-Links zu Penalty führen?

Nur in spezifischen Fällen: massenhafte DoFollow-Käufe ohne Sponsored-Kennzeichnung, exakte Money-Anchor-Wiederholung über Hunderte Quellen oder DoFollow-Links aus offensichtlichen PBN-Netzwerken. Saubere DoFollow-Backlinks aus relevanten Quellen sind risikofrei.

Wie kann ich einen DoFollow-Link in einen NoFollow umwandeln?

Im WordPress-Editor manuell den HTML-Code anpassen und rel="nofollow" ergänzen. Bei Plugin-Einsatz (Rank Math, Yoast) gibt es Pro-Settings, die NoFollow automatisch für externe Links setzen. Auf Quellseite Dritter ist die Kontrolle nicht möglich.

Quellen und weiterführende Literatur

  • Google Search Central — Qualify Outbound Links: offizielle Dokumentation aller rel-Attribute, Stand Dezember 2025
  • Google Webmaster Blog — Evolving „nofollow“: Ankündigung des Hints-Modells im September 2019
  • Moz Beginner’s Guide to SEO: Klassifizierung von DoFollow und NoFollow
  • Ahrefs Blog — DoFollow vs NoFollow: Auswirkung beider Typen auf Rankings
  • stiv.media — Should you worry about nofollow: Analyse der Hints-Logik in der Praxis
Marco Fischer

Marco Fischer

Autor/in

Marco Fischer ist SEO-Experte und Linkbuilding-Stratege mit über 10 Jahren Erfahrung. Er begleitet Unternehmen beim Aufbau nachhaltiger Backlink-Profile und kennt die Fallstricke und Chancen des modernen Linkbuildings aus der Praxis.

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